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Hautpflege bei Infusionstherapien

Hautpflege bei Infusionstherapien

Tipp 1

Körperbehaarung an der Einstichstelle entfernen

Kürzen oder entfernen Sie Körperhaare um die Injektionsstelle herum mithilfe eines elektrischen Rasierers, sodass Wundauflagen besser haften und leichter entfernt werden können. Andere Möglichkeiten der Haarentfernung können ihrerseits leichter zu Hautirritationen oder Entzündungen führen.

Tipp 2

Hände richtig reinigen

Effektives, gründliches Händewaschen sollte wenigstens 30 Sekunden dauern! Wenn Sie Ringe tragen, sollten Sie diese vor dem Händewaschen entfernen und erst nach dem Einstechen der Nadel wieder aufsetzen. Wir empfehlen die folgende Reihenfolge bei der Händehygiene:

  1. Hände befeuchten.
  2. Seife zwischen die Handflächen nehmen.
  3. Seife aufschäumen lassen.
  4. Handflächen gegeneinanderreiben.
  5. Finger verschränken, Handflächen weiter gegeneinanderreiben.
  6. Mit der Handfläche der einen den Rücken der anderen Hand reiben.
  7. Den Daumen der einen Hand mit drehenden Bewegungen von der anderen Hand umfassen.
  8. Mit sanfter Drehbewegung die Handgelenke der jeweils anderen Hand umfassen.
  9. Hände gründlich spülen, bis sämtliche Seifenreste entfernt sind.
  10. Hände gründlich abtrocknen, besonders die Fingerzwischenräume.
  11. Um erneute Verunreinigung zu vermeiden, benutzen Sie ein Papiertuch, um die Wasserhähne zuzudrehen, und entsorgen Sie dieses anschließend.
  12. Desinfizieren Sie mit einem geeigneten Handdesinfektionsmittel die Hände. Anwendung des Handdesinfektionsmittels entsprechend der Handwaschtechnik durchführen. Einwirkzeit des Herstellers beachten, diese beträgt i. d. R. mind. 30 Sek.

Tipp 3

Hygiene an der Einstichstelle

Um die Einstichstelle zu säubern, beginnen Sie mit der Reinigung in der Mitte des entsprechenden Areals, etwa in der Größe eines Tennisballs, mit warmem Wasser und Seife. Dann ist die Einstichstelle mit einem geeigneten Hautdesinfektionsmittel zu desinfizieren. Beachten Sie die vom Hersteller vorgegebene Einwirkzeit!

Auswahl der Einstichstelle

Ein regelmäßiges Wechseln der Einstichstelle ist wichtig, um eine möglichst nebenwirkungsarme Injektions- bzw. Infusionstherapie durchzuführen. Regelmäßiger Stellenwechsel wird die Aufnahme des Medikaments verbessern, während gleichzeitig das Risiko von Entzündungen, Narbenbildung oder anderen Problemen im gefährdeten Areal deutlich verringert wird. Außerdem kann so der zuletzt genutzte Hautbereich vollständig abheilen, bevor dann erneut eine Nadel platziert wird.

Die Einstichstellen immer so wählen, dass eine ausreichende Unterhautfettgewebe-Schicht vorhanden ist. Neue Einstichstellen sollten mindestens 5 cm von der vorher genutzten Stelle und mindestens 5 cm vom Bauchnabel entfernt sein!

Die richtige Anwendung

Der Gebrauch verschiedener Katheter setzt unterschiedliche Techniken voraus. Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl eines für Ihre Therapie geeigneten Katheters und zeigen Ihnen idividuell vor Ort, wie sie Ihren Katheter anwenden. Sprechen Sie uns dazu gerne an!

Vorbeugen vor Hautknoten

Die wichtigste Voraussetzung um Hautknoten vorzubeugen ist eine gründliche Hände- und Hauthygiene.

  • Gehen Sie bei der Auswahl der Einstichstelle schematisch vor und wechseln Sie die Einstichstelle bei jedem Katheterwechsel. Hierdurch hat die Haut Zeit,  zu regenerieren.
  • Legen Sie "Sicherheitsschlaufen" am Katheterschlauch, sodass ein versehentliches Ziehen an der Nadel vermieden wird.
  • Platzieren Sie die Nadel niemals in einer Hautfalte.
  • Positionieren Sie die Nadel nicht in entzündeter oder irritierter Haut.
  • Vermeiden Sie die wiederholte Nutzung kleiner Areale am Unterbauch. Positionieren Sie die Nadel an Stellen, die ein ungehindertes und schmerzfreies Bücken ermöglichen.