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Intermittierende Injektionen mittels Apomorphin-Pen

ON und OFF - Phasen eines Parkinson - Patienten ist wie das Licht ein- oder ausschalten.

Befindet man sich in einer “ON”-Phase, ist man in der Regel mobil und unabhängig. In einer “OFF”-Phase dagegen wird man plötzlich unbeweglich und hat beispielsweise große Schwierigkeiten eine Tasse zu heben, zu schreiben oder anderen Tätigkeiten nachzugehen. Das “normale” Sprechen ist eingeschränkt und der für Parkinsonpatienten typische maskenhafte Gesichtsausdruck ist verstärkt.

Der Sinn und Zweck von Apomorphin ist, vor “OFF”-Phasen zu schützen und zwar so schnell wie möglich. Der Schlüssel zum Therapieerfolg liegt darin, die eigenen individuellen Warnsignale einer “OFF”-Phase zu erkennen und rechtzeitig Apomorphin zu injizieren.

Das bedeutet in der Praxis, dass Apomorphin als Bedarfstherapie zusätzlich zur oralen Medikation angewendet wird, wenn es erforderlich wird (z.B. in oder vor einer “OFF”-Phase).

Weiterhin dienen Apomorphin-Injektionen dazu, “Wirkungsschwankungen” (Fluktuationen), OFF-Phasen über den Tagesverlauf auszugleichen. Besonders hilfreich kann eine Anwendung morgens sein, um den Rigor schnell zu bekämpfen (Kick-Start). Auch Nachts, wenn ein Patient aus dem Bett muss, dauert es nur 4 - 7 Minuten nach einer Injektion, bis der Patient wieder beweglich ist.

Die Warnsignale einer drohenden “OFF”-Phase können von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Ihr Arzt wird Ihnen helfen, die Warnsignale zu erkennen. Hier sind einige Beispiele:

Krämpfe in den Zehen

Die Sprache wird plötzlich ruhiger und leiser

Schmerzen in den Füßen

Unfähigkeit Gegenstände zu halten

Steifheit oder Schmerzen im Nacken

Allgemeines Unwohlsein

Steifheit im Kiefer

 

 

 

Die Anwendung von Apomorphin als intermittierende Injektion mittels eines vorgefüllten “Pens” zur mehrfachen Injektion, erübrigt das Aufziehen und Vorbereiten von Spritzen und wird mehr sozial akzeptiert, auch wenn dieser in der Öffentlichkeit angewendet wird.

Die Dosis und die Anzahl der Injektionen pro Tag ist von dem persönlichen Bedarf eines Patienten abhängig. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wieviel und wie oft Apomorphin injiziert werden soll.

Eine wirksame Dosis wird während der Einstellungsphase in einer Parkinsonambulanz oder stationär in einer Fachklinik ermittelt. Dabei bleibt die orale Medikation unverändert, allerdings mit dem Ziel, den Faktor L-Dopa zu reduzieren.

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