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Kontinuierliche Infusion mittels Apomorphin-Pumpe

Apomorphin kann oft mehr effektiv angewendet werden, wenn es kontinuierlich subkutan (s.c.) infundiert wird. Diese Methode kann für Patienten Vorteile haben, besonders wenn:

Indikationen:

  • Motorische Komplikationen in der Parkinson Spätphase. Wirkungsfluktuationen mit Dyskinsesien.
  • Lange “OFF”-Phasen, wobei die Wirksamkeit der oralen Medikation nur kurz ist (weniger als 6 Stunden Intervalle pro Tag).
  • Wenn mit dem Apomorphin-Pen mehr als ca. 6 mal pro Tag eine Einzeldosis injiziert wird oder deutlich mehr als 15 mg/Tag insgesamt injiziert wird.
  • Starke unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien), induziert durch Levodopa.
  • Schmerzhafte Krampfzustände (Dystonien).
  • Bekämpft auch den Tremor.
  • Sollte vor einer Tiefenhirnstimulierung unbedingt versucht werden.
  • Sollte bei Patienten, bei den eine Tiefenhirnstimulierung nicht mehr wirksam oder fehlgeschlagen ist, versucht werden.

Was bringt eine Apomorphintherapie*? Eine kontinuierliche Gabe von Apomorphin reduziert die “motorischen” Probleme eines Patienten signifikant:

  • OFF - Phasen werden bis zu 80% reduziert
  • Die Dauer der Dyskinesien werden um 85% reduziert
  • Die Behinderungen durch Dykinsesien können bis zu 65% reduziert werden
  • Der Tremor wird deutlich reduziert oder verschwindet sogar ganz.

* Diese Angaben können je nach Literaturquelle unterschiedlich sein. .Die Mini - Pumpe,

Zur Behandlung wird eine tragbare Miniatur-Spritzenpumpe eingesetzt. Die Infusion erfolgt in der Regel nur in der “Wachphase” des Patienten. Man kann diese Pumpe mit einer Insulinpumpe für Diabetiker in der Anwendung vergleichen, nur mit dem Unterschied, dass das Arzneimittel nicht Insulin, sondern Apomorphin ist.

Geeignet ist die dafür speziell programmierte Crono APO-go® Apomorphinpumpe und die Spezialspritzen 20 ml..IMG_1501.

Es ist grundsätzlich ein erfahrener Neurologe zu konsultieren, um heraus zu finden. ob ein Patient für die kontinuierliche subkutane Infusion von Apomorphin geeignet ist (Apomorphintest) oder nicht.

Die Einstellung auf eine kontinuierliche Apomorphintherapie sollte nur stationär in einer Fachklinik* erfolgen Dabei wird im Unterschied zur intermittierenden Therapie die orale Therapie auf ein Minimum reduziert und Apomorphin langsam “eingeschlichen”. Dabei kann in Einzelfällen die L-Dopa Dosis bis zu 81%* reduziert werden. Es wird auch über die besonders effektive Monotherapie mittels Apomorphin berichtet.

Eine kontinuierliche Apomorphintherapie verliert offensichtlich nicht die Effektivität. 10 Jahre ohne Effektivitätsverlust wurden bereits nachgewiesen.

* Grundsätzlich sind alle deutschen Parkinson - Fachkliniken in der Lage, diese Therapie durchzuführen. Eine Liste mit den Parkinsonkliniken ist über die deutsche Parkinson Vereinigung dPV erhältlich.

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